Bei Hochgeschwindigkeits-Sortier- und Verpackungsanlagen für Halbleiter muss die Revolverpositionierung zwei Ziele gleichzeitig erreichen: kurze Zykluszeiten und wiederholbare Positioniergenauigkeit.
Viele Ingenieure gehen zunächst davon aus, dass der Schlüssel zu einer schnelleren Revolverindexierung einfach in der Verwendung eines leistungsstärkeren Motors liegt. In der Praxis ist jedoch die Leistungsfähigkeit des gesamten Getriebesystems oft wichtiger als die Motorleistung allein.
Ein herkömmlicher Revolverantrieb kann einen Servomotor in Kombination mit einem Getriebe, einer Kupplung, einem Riemen oder anderen mechanischen Übertragungskomponenten verwenden. Diese Komponenten können Spiel, elastische Verformung, Reibung, Übertragungsfehler und zusätzliche Trägheit verursachen.
Ein Direktantriebsmotor verfolgt einen anderen Ansatz. Durch die direkte Verbindung des Motors mit dem Revolver kann das System auf ein herkömmliches Untersetzungsgetriebe verzichten und die Anzahl der mechanischen Übertragungskomponenten zwischen Motor und rotierender Last reduzieren.
In Kombination mit einem hochauflösenden Encoder und einem leistungsstarken Servoantrieb ermöglicht ein Direktantriebsmotor für die Revolverindexierung schnelle Beschleunigung und Verzögerung, genaue Positionierung und kurze Einschwingzeiten.
Dadurch wird die Direktantriebstechnologie besonders attraktiv für Halbleitersortiermaschinen, Chipbondmaschinen, Inspektionsgeräte, Testsysteme und andere Hochgeschwindigkeitsautomatisierungsanwendungen.
Ein Direktantriebsmotor ist ein Motor, der so konstruiert ist, dass er eine rotierende Last direkt und ohne ein herkömmliches Untersetzungsgetriebe antreibt.
Bei einer Revolverindexierungsanwendung ist der Motorrotor direkt mit dem Hauptrevolver verbunden:
Servoantrieb → Direktantriebsmotor → Revolver
Dies unterscheidet sich von einem herkömmlichen Getriebe:
Servomotor → Getriebe → Kupplung → Revolver
oder:
Servomotor → Riemen → Riemenscheibe → Revolver
Durch den Wegfall von Zwischenkomponenten im Getriebe entsteht bei einem Direktantriebssystem ein kürzerer mechanischer Weg zwischen Motor und rotierender Last.
Ein typisches Hochgeschwindigkeits-Revolverindexiersystem kann einen Direktantriebsmotor, einen hochauflösenden Encoder, einen Servoantrieb, eine Bewegungssteuerung, einen Revolver, einen Z-Achsen-Mechanismus und ein Bildverarbeitungs- oder Inspektionssystem umfassen.
Der Encoder misst kontinuierlich die Drehposition und ermöglicht so dem Servosystem, Position, Geschwindigkeit und Beschleunigung des Drehturms über eine geschlossene Rückkopplung zu steuern.
Bei Drehanwendungen kann ein Direktantriebsmotor auch als Direktantriebs-Drehmotor oder DD-Drehmomentmotor bezeichnet werden.

Der Hauptvorteil eines Direktantriebsmotors liegt nicht allein in der hohen Motorleistung.
Der wichtigere Vorteil liegt in der Reduzierung der mechanischen Übertragungskomponenten zwischen Motor und Last.
Ein herkömmliches Getriebe kann Folgendes mit sich bringen:
Zahnradspiel
Kopplungskonformität
Elastizität des Gürtels
Reibung
Übertragungsfehler
Zusätzliche Rotationsmasse
Diese Effekte werden besonders wichtig, wenn ein Geschützturm wiederholt beschleunigt, abbremst und die Richtung ändert.
Ein Direktantriebsmotor macht ein herkömmliches Getriebe oder einen Riemenantrieb überflüssig und ermöglicht es dem Servosystem, die Drehlast direkter zu steuern.
Dies kann zur Verbesserung beitragen:
Indexiergeschwindigkeit + Positioniergenauigkeit + Einschwingverhalten
gleichzeitig.
Direktantrieb bedeutet jedoch nicht, dass die gesamte Maschine absolut fehlerfrei ist. Lagerschlag, Encoderinstallation, Strukturverformung, Wärmeausdehnung und Servoeinstellung können die Endpositioniergenauigkeit weiterhin beeinflussen.
Der Durchsatz des Drehturms wird nicht allein durch die Motorleistung bestimmt.
Der tatsächliche Indexierungszyklus hängt vom gesamten Bewegungssystem ab, einschließlich:
Turmträgheit
Motordrehmoment
Beschleunigung und Verzögerung
Encoder-Rückmeldung
Servo-Bandbreite
Bewegungsprofil
Mechanische Steifigkeit
Absetzzeit
Bewegung entlang der Z-Achse
Testzeit
Anzahl der Geschützturmstationen
Aus diesem Grund führt die Wahl eines Direktantriebsmotors mit hohem Drehmoment nicht automatisch zu einer schnelleren Drehgeschwindigkeit.
Der gesamte Maschinenzyklus lässt sich wie folgt verstehen:
Revolverindexierung + Z-Achsen-Bewegung + Bearbeitungszeit + Synchronisierung
Beispielsweise können Hochgeschwindigkeits-Sortiersysteme für Halbleiter kurze Indexierzyklen im Bereich von einigen zehn Millisekunden nutzen. Die tatsächlich erreichbare Zykluszeit hängt von der Trägheit des Revolverturms, dem Indexierwinkel, dem Motordrehmoment, der Servoeinstellung und der erforderlichen Einschwingzeit ab.
Daher sollte die Motorauswahl immer vom gesamten Bewegungsprofil ausgehen und nicht allein von der maximalen Drehzahl oder dem maximalen Drehmoment des Motors.
Die Indexierung des Revolverturms ist ein wiederholter Beschleunigungs- und Verzögerungsprozess.
Der Motor muss die rotierende Last beschleunigen, die Zielposition erreichen und dann schnell genug abbremsen, damit der nächste Arbeitsgang beginnen kann.
Das erforderliche Beschleunigungsmoment lässt sich wie folgt ausdrücken:
T = J × α
wobei T das Beschleunigungsmoment, J das Trägheitsmoment und α die Winkelbeschleunigung ist.
Durch die Reduzierung unnötiger Rotationsmasse lässt sich das dynamische Verhalten verbessern.
Ein geeigneter Direktantriebsmotor kann den Revolver beschleunigen und abbremsen, ohne auf ein mechanisches Untersetzungsgetriebe angewiesen zu sein.
Die Rotorträgheit des Motors ist jedoch nur ein Teil der Gesamtberechnung.
Das vollständige Trägheitsmoment sollte Folgendes umfassen:
Motor + Revolver + Werkzeug + Werkstück + Sonstige rotierende Komponenten
Der Direktantriebsmotor muss ein ausreichendes Spitzendrehmoment für die erforderliche Beschleunigung liefern und gleichzeitig eine akzeptable thermische Leistung während des kontinuierlichen Hochzyklusbetriebs gewährleisten.
Bei einem herkömmlichen Motor-Getriebe-System können Spiel, Nachgiebigkeit und Übertragungsfehler zwischen Motor und Revolverkopf auftreten.
Eine Direktantriebsarchitektur vereinfacht den mechanischen Ablauf:
Motor → Revolver
Der Servoregler kann daher die Drehlast ohne ein herkömmliches Untersetzungsgetriebe zwischen Motor und Revolver regeln.
Dies kann insbesondere bei wiederholter Winkelindizierung von Vorteil sein.
Ein Direktantriebsmotor garantiert jedoch nicht automatisch eine perfekte Positioniergenauigkeit.
Die endgültige Systemleistung hängt ab von:
Genauigkeit des Encoders
Encoder-Auflösung
Lagerrundlauf
Turmsteifigkeit
Wärmeausdehnung
Motorruckeln
Mechanische Schwingungen
Servo-Abstimmung
Lastvariation
Kalibrierung und Kartierung
Die präzisere technische Aussage lautet daher:
Ein Direktantriebsmotor eliminiert das bei herkömmlichen Getrieben übliche Spiel und reduziert mechanische Übertragungsfehler; die endgültige Positioniergenauigkeit hängt jedoch vom gesamten Bewegungssystem ab.
Bei der Auswahl eines Direktantriebsmotors für die Revolverindexierung werden diese drei Spezifikationen oft verwechselt.
Die Auflösung beschreibt die kleinste Winkelinkrementierung, die ein Encoder oder ein Bewegungssystem unterscheiden kann.
Ein hochauflösender Encoder ermöglicht eine feinere Messung der Drehposition, aber die Encoderauflösung allein bestimmt nicht die Systemgenauigkeit.
Die Wiederholbarkeit beschreibt, wie zuverlässig der Turm bei wiederholten Bewegungen in die gleiche vorgegebene Position zurückkehrt.
Dies ist besonders wichtig für Sortier- und Testanlagen für Halbleiter, da der Revolver dieselbe Indexierbewegung Tausende oder Millionen Male wiederholen kann.
Genauigkeit beschreibt die Differenz zwischen der befohlenen Position und der tatsächlichen physischen Position.
Ein System kann daher eine extrem hohe Encoderauflösung, aber eine geringere absolute Genauigkeit aufgrund von mechanischen Toleranzen, thermischen Effekten, Lagerrundlauf oder Installationsfehlern aufweisen.
Bei Präzisionsrevolversystemen sollten Auflösung, Wiederholgenauigkeit und Genauigkeit stets separat bewertet werden.
Es gibt keine allgemeingültige maximale Indexiergeschwindigkeit für einen Direktantriebsmotor.
Die erzielbare Leistung hängt ab von:
Motordrehmoment
Turmträgheit
Indexierungswinkel
Erforderliche Zykluszeit
Beschleunigungsprofil
Absetzzeit
Encoderleistung
Servoantrieb
Mechanische Steifigkeit
Beispielsweise erfordert eine 18°-Revolverindexierbewegung, die innerhalb von etwa 20 ms abgeschlossen ist, eine ganz andere Motor- und Mechanikkonstruktion als eine 30°-Bewegung, die innerhalb von 100 ms abgeschlossen ist.
Der korrekte Ansatz besteht darin, die erforderliche Beschleunigung und das Drehmoment wie folgt zu berechnen:
Indexierwinkel + Zykluszeit + Rotationsmasse + Bewegungsprofil
anstatt einen Direktantriebsmotor nur anhand seiner Nenndrehzahl auszuwählen.
Bei Hochgeschwindigkeits-Halbleiteranlagen kann die Reduzierung der Einschwingzeit genauso wichtig sein wie die Erhöhung der maximalen Drehzahl.
Der Unterschied zwischen einem Direktantriebsmotor und einem herkömmlichen Getriebeantrieb wird insbesondere bei Anwendungen mit hoher Indexierfrequenz wichtig.
Ein Direktantriebsmotor ist daher nicht automatisch die beste Lösung für jeden Revolverturm.
Ein Getriebe kann dennoch sinnvoll sein, wenn die Anwendung eine erhebliche Drehmomentverstärkung erfordert, eine große Lastträgheit aufweist oder strenge Kostenbeschränkungen gelten.
Direktantrieb wird besonders attraktiv, wenn die Maschine folgende Prioritäten setzt:
Hochgeschwindigkeitsindexierung + geringer Übertragungsfehler + hohe Wiederholgenauigkeit + flexible Bewegungssteuerung
Nockenindexmechanismen sind nach wie vor eine ausgereifte Lösung für sich wiederholende Drehbewegungen und werden in der industriellen Automatisierung häufig eingesetzt.
Ihr größter Vorteil liegt in der mechanischen Einfachheit und dem vordefinierten Bewegungsprofil.
Ein Direktantriebsmotor verfolgt einen programmierbaren Bewegungssteuerungsansatz.
Der Controller kann Folgendes einstellen:
Beschleunigung
Verzögerung
Geschwindigkeit
Verweilen
Ruck
Indexwinkel
Bewegungsprofil
Diese Flexibilität kann von Vorteil sein, wenn eine Maschine unterschiedliche Produkte, Stationskonfigurationen oder Betriebsbedingungen bewältigen muss.
Die Wahl zwischen einem Direktantriebsmotor und einer Nockenindexierung sollte daher auf Folgendem basieren:
Durchsatz + Flexibilität + Positionierungsanforderungen + Wartung + Gesamtmaschinenkosten
anstatt anzunehmen, dass eine Technologie immer überlegen ist.
Bei der Hochgeschwindigkeitsindexierung geht es nicht einfach nur darum, die Zielposition so schnell wie möglich zu erreichen.
Der Turm muss außerdem ohne übermäßige Vibrationen zum Stillstand kommen.
Eine plötzliche Änderung der Beschleunigung kann einen starken Ruck erzeugen und mechanische Resonanzen anregen, wodurch sich die Einschwingzeit verlängert.
Ein S-förmiges Bewegungsprofil verändert die Beschleunigung allmählich und kann dazu beitragen, mechanische Stöße und Vibrationen zu reduzieren.
Dies ist besonders wichtig, wenn der Turm Folgendes trägt:
Halbleitergehäuse
Pick-and-Place-Düsen
Inspektionsvorrichtungen
Testbuchsen
Bildverarbeitungskomponenten
Das Ziel ist:
Schnell bewegen → Sanft anhalten → Schnell zur Ruhe kommen
Ein Hochleistungs-Turmsystem kann daher einen Direktantriebsmotor mit geringer Trägheit mit einem hochauflösenden Encoder, optimierter Servoabstimmung und Vibrationsdämpfung kombinieren.
Der Encoder ist eine der wichtigsten Komponenten eines Direktantriebs-Indexiersystems.
Da zwischen Motor und Last kein herkömmliches Untersetzungsgetriebe vorhanden ist, kann die Drehposition direkter über die Encoder-Rückmeldung gesteuert werden.
Je nach Anwendungsfall kann ein Geschützturm Folgendes verwenden:
Optische Encoder
Magnetische Encoder
Absolutwertgeber
Inkrementelle Geber
Hochauflösende Drehwaagen
Bei der Auswahl des Encoders sollte mehr als nur die Bitauflösung berücksichtigt werden.
Wichtige Spezifikationen umfassen:
Genauigkeit
Wiederholbarkeit
Aktualisierungsrate
Signalintegrität
Thermische Stabilität
Montagegenauigkeit
Bei Halbleiteranlagen sind hohe Taktraten und Positionierungsanforderungen im Mikrometerbereich für die Integration von Encodern und Mechanik von besonderer Bedeutung.
Eine Halbleitersortiermaschine kann mehrere aufeinanderfolgende Arbeitsgänge durchführen:
Zuführung → Indexierung → Ausrichtung → Prüfung → Inspektion → Sortierung → Verpackung
Der Geschützturm kann sich nicht einfach so schnell wie möglich drehen.
Seine Bewegung muss mit den anderen Maschinenachsen und Prozessstationen synchronisiert werden.
Ein Hochgeschwindigkeits-Revolversystem kann zwar einen kurzen Indexierzyklus erreichen, die Gesamt-UPH wird jedoch durch den gesamten Maschinenzyklus bestimmt.
Zum Beispiel:
UPH = Bewegungszyklus + Bearbeitungszeit + Synchronisation + Maschinenauslastung
Daher sollte ein Direktantriebsmotor als Teil des gesamten Produktionssystems und nicht als isolierte Komponente betrachtet werden.
Der Motor kann Einschränkungen im Zusammenhang mit dem Getriebe reduzieren, aber der Gesamtdurchsatz hängt weiterhin von der Testzeit, der Z-Achsen-Bewegung, der Bearbeitungszeit und der Stationssynchronisation ab.
Dies ist ein wichtiger Aspekt bei der Entwicklung von Halbleiteranlagen.
Ein Revolver kann eine ausgezeichnete Winkelgenauigkeit erreichen, während die Pick-and-Place-Düse immer noch Positionierungsfehler aufweist.
Die Positionierung des Geschützturms kann beeinflusst werden durch:
Rückmeldung des Drehgebers
Turmauslauf
Lagergenauigkeit
Strukturelle Deformation
Servo-Abstimmung
Die Düsenpositionierung kann zusätzlich von Folgendem abhängen:
Wiederholgenauigkeit der Z-Achse
Düsenmontage
Vakuumstabilität
Werkstückposition
Vision-Kalibrierung
Mechanische Toleranzen
Daher sollten der Drehturm und der Pick-and-Place-Mechanismus als separate Bewegungssysteme bewertet und kalibriert werden.
Ein leistungsstarker Direktantriebsmotor kann die Indexierleistung des Revolvers verbessern, aber er kann nicht eigenständig die endgültige Platzierungsgenauigkeit der gesamten Maschine im Mikrometerbereich garantieren.
Bei der Auswahl eines Direktantriebsmotors sollten Ingenieure mehr als nur das Nenndrehmoment berücksichtigen.
Ermitteln Sie den erforderlichen Indexierwinkel und die Zykluszeit.
Zum Beispiel:
18° in 22 ms
stellt eine ganz andere Bewegungsanforderung dar als:
30° in 100 ms.
Die erforderliche Beschleunigung und das maximale Drehmoment können daher deutlich voneinander abweichen.
Berechnen Sie die gesamte rotierende Last:
Jgesamt = Jmotor + JRevolver + JWerkzeug + JWerkstück
Der Direktantriebsmotor muss ein ausreichendes Beschleunigungsmoment für das gesamte System liefern.
Das maximale Drehmoment bestimmt die dynamische Beschleunigungsfähigkeit.
Das kontinuierliche Drehmoment entscheidet darüber, ob der Motor den erforderlichen Betriebszyklus ohne übermäßige thermische Belastung aufrechterhalten kann.
Wählen Sie den Encoder entsprechend der erforderlichen Wiederholgenauigkeit, absoluten Genauigkeit und Steuerbandbreite.
Eine große Hohlwelle kann vereinfachen:
Elektrische Verkabelung
Pneumatikschläuche
Vakuumleitungen
Optische Wege
Laser-Fräsen
Dies kann insbesondere bei kompakten Halbleitergeräten von Nutzen sein.
Der Direktantriebsmotor und der Servoantrieb sollten als ein einziges Bewegungssystem betrachtet werden.
Wichtige Faktoren sind unter anderem:
Stromschleifenbandbreite
Geschwindigkeitsschleifenbandbreite
Aktualisierungsrate der Positionsschleife
Encoder-Schnittstelle
Schwingungsdämpfung
Kerbfilter
Vorsteuerung
Bewegungsprofilgenerierung
Ein Servoantrieb wirbt möglicherweise mit einer Drehzahlregelungsbandbreite von mehreren kHz, dies ist jedoch eine Spezifikation des Servoantriebs und keine inhärente Spezifikation jedes Direktantriebsmotors.
Hochgeschwindigkeits-Indexieren kann Vibrationen erzeugen, wenn die mechanische Struktur oder das Bewegungsprofil eine Resonanz anregt.
Gängige Ingenieurmethoden sind:
Ein geeigneter Direktantriebsmotor mit geringer Massenträgheit kann das für schnelles Beschleunigen und Abbremsen erforderliche Drehmoment reduzieren.
Eine stabile Turm- und Montagekonstruktion kann unerwünschte Verformungen und Vibrationen reduzieren.
Die S-förmige Beschleunigung reduziert Ruck und mechanische Stöße.
Die Servoverstärkung muss ein Gleichgewicht zwischen Ansprechgeschwindigkeit und Stabilität herstellen.
Kerbfilter können bekannte mechanische Resonanzfrequenzen unterdrücken.
Die Vorsteuerung kann den Nachführfehler bei schnellen Bewegungen reduzieren.
Eine präzise Positionsrückmeldung ermöglicht es dem Servoregler, Positionsabweichungen kontinuierlich zu korrigieren.
Das endgültige Schwingungsverhalten hängt daher von Folgendem ab:
Direktantriebsmotor + Encoder + Mechanische Struktur + Servoantrieb + Bewegungsalgorithmus
Direktantriebsmotoren können in einer Vielzahl von Anwendungen in der Halbleiterindustrie und der Präzisionsautomatisierung eingesetzt werden.
Der Hauptdrehturm rotiert Halbleitergehäuse zwischen den Stationen Zuführung, Test, Inspektion und Sortierung.
Ein Direktantriebsmotor ermöglicht schnelles Indexieren bei gleichzeitiger Beibehaltung einer wiederholbaren Winkelpositionierung.
Direktantriebsmotoren und Drehmomentmotoren können Drehmechanismen antreiben, die zum Transportieren oder Positionieren von Halbleiterchips verwendet werden.
Hochauflösende Drehpositionierung kann für optische Inspektion, Dimensionsmessung und Mehrstationsprüfung eingesetzt werden.
Durch präzises Drehindexieren können kleine Bauteile während automatisierter Tests wiederholt positioniert werden.
Direktantriebsmotoren ermöglichen eine programmierbare Indexierung für die Handhabung elektronischer Bauteile mit hoher Taktfrequenz.
Ein hohes maximales Drehmoment garantiert keine höhere Drehgeschwindigkeit.
Zunächst müssen die Gesamtträgheit des Systems und die erforderliche Beschleunigung berücksichtigt werden.
Ein hochauflösender Encoder verbessert die Messgenauigkeit, beseitigt aber nicht automatisch mechanische Fehler.
Auflösung, Wiederholbarkeit und Genauigkeit müssen separat bewertet werden.
Dass der Geschützturm die befohlene Position erreicht hat, bedeutet nicht zwangsläufig, dass er für den nächsten Vorgang bereit ist.
Für Anlagen mit hohem Durchsatz:
Umzugszeit + Eingewöhnungszeit
ist aussagekräftiger als die reine Bewegungszeit.
Die kontinuierliche Hochfrequenz-Indexierung erzeugt Wärme sowohl im Motor als auch in der umgebenden mechanischen Struktur.
Die thermische Ausdehnung kann die Positioniergenauigkeit bei langen Produktionszyklen beeinträchtigen.
Der Geschützturm ist nur ein Teil der Ausrüstung.
Insgesamt hängt UPH von der Synchronisierung folgender Faktoren ab:
Revolver + Z-Achse + Testen + Bildverarbeitung + Zuführung + Sortieren + Verkleben
Die Optimierung nur einer Achse führt nicht zwangsläufig zu einer Steigerung des Gesamtmaschinendurchsatzes.
Nicht unbedingt für jede Anwendung.
Ein Direktantriebsmotor ist besonders attraktiv, wenn das System eine hohe Indexiergeschwindigkeit, geringe Übertragungsfehler, hohe Wiederholgenauigkeit und reduzierten mechanischen Wartungsaufwand erfordert.
Ein Getriebe kann dennoch die bessere Wahl sein, wenn die mechanische Drehmomentverstärkung, die Kosten oder ein bestimmtes Lastprofil wichtiger sind.
Ein Direktantriebsmotor benötigt kein herkömmliches Getriebe oder Riemengetriebe und vermeidet so das mit diesen Getriebekomponenten verbundene Spiel.
Allerdings können im Gesamtsystem immer noch mechanische Fehler auftreten, die durch Lager, strukturelle Verformungen, die Installation des Encoders und andere Faktoren verursacht werden.
Daher ist die Aussage „kein Getriebespiel“ genauer als die Behauptung, die gesamte Maschine weise keinerlei mechanische Fehler auf.
Eine Bogensekunde entspricht:
1/3600 Grad ≈ 4,848 μrad
Bei einem Revolver mit 200 mm Durchmesser beträgt der Radius 100 mm. Bei diesem Radius entspricht 1 Bogensekunde ungefähr:
0,485 μm
der Umfangsverschiebung.
Dies verdeutlicht, warum die Drehpositionierung im Bogensekundenbereich eine hohe Präzisionsanforderung darstellt.
Ein Direktantriebsmotor ist so konstruiert, dass er die Last direkt antreibt, sodass kein herkömmliches Untersetzungsgetriebe erforderlich ist.
Allerdings muss der Motor für das erforderliche Drehmoment, die Drehzahl und das Massenträgheitsmoment korrekt dimensioniert sein.
Typische Methoden umfassen die Auswahl von Motoren mit geringer Massenträgheit, eine starre mechanische Konstruktion, S-Kurven-Bewegungsprofile, optimierte Servoverstärkungen, Kerbfilter, Vorsteuerungskompensation und Schwingungsdämpfungsalgorithmen.
Die Indexierung des Revolvers ist ein wichtiger Bewegungszyklus in einer Hochgeschwindigkeitssortiermaschine, die Stückzahl pro Stunde (UPH) wird jedoch durch den gesamten Maschinenzyklus bestimmt.
Indexierungszeit, Z-Achsen-Bewegung, Testen, Inspektion, Zuführung, Sortierung und andere Prozesszeiten müssen synchronisiert werden, um den angestrebten Durchsatz zu erreichen.
Da Halbleitergehäuse immer kleiner werden und automatisierte Anlagen in Richtung höherer Umschlagshäufigkeit (UPH) gehen, müssen Revolverbewegungssysteme Geschwindigkeit, Wiederholgenauigkeit, thermische Stabilität und flexible Bewegungssteuerung kombinieren.
Die nächste Generation von Turmsystemen wird voraussichtlich folgende Merkmale kombinieren:
Direktantriebsmotoren
Hochauflösende Absolutwertgeber
Servoantriebe mit hoher Bandbreite
Fortschrittliche Schwingungsdämpfung
Bewegungsprofiloptimierung
Online-Kalibrierung und Kartierung
Integrierte Bewegungssteuerung auf Maschinenebene
Ziel ist es nicht einfach nur, die Drehung des Geschützturms zu beschleunigen.
Das eigentliche technische Ziel ist:
Kürzere Indexierungszeit + kürzere Einschwingzeit + stabile Positionierung + höherer Maschinendurchsatz
Aus diesem Grund werden Direktantriebsmotoren und DD-Drehmomentmotoren zunehmend attraktiver für Halbleitersortiermaschinen, Die-Bonding-Anlagen, Inspektionssysteme und andere Hochgeschwindigkeits-Indexieranwendungen.
Für Gerätehersteller, die einen Direktantriebsmotor für die Revolverindexierung evaluieren, ist der wichtigste Schritt die Dimensionierung des Motors entsprechend dem gesamten Bewegungsprofil und nicht die Auswahl des Motors allein auf der Grundlage des maximalen Drehmoments oder der maximalen Drehzahl.
Ein optimal aufeinander abgestimmtes Direktantriebsmotor-, Encoder- und Servosystem kann unnötige mechanische Übertragungsstufen reduzieren und eine solide Grundlage für eine schnelle, präzise und flexible Revolverbewegung schaffen.
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